Schwarmintelligenz: MärzheuserGutzy geht neue Wege bei der Modernisierung des Corporate Designs

Mit der Live-Schaltung des neu gestalteten Internetauftritts präsentiert sich MärzheuserGutzy auch mit einem neuen, frischeren Markenauftritt. Wichtigste Änderung des gründlich runderneuerten Erscheinungsbildes: Ein neues Logo, das den Kerngedanken des Claims („Wir bringen Wirtschaft, Politik und Medien an einen Tisch.“) aufgreift. Kernelement ist der dunkelrote Punkt, der die Initialen der beiden Firmengründer – Michael Märzheuser und Jochen Gutzy – umschließt.

Die klassisch-edle Optik unterstreicht die Positionierung von MärzheuserGutzy als strategische Kommunikationsberatung. Ein weiteres Corporate-Design-Element ist die neue Typographie. Geblieben sind – neben dem Claim – die Farben. Entwickelt wurde das neue Corporate Design im Rahmen eines internationalen Designer-Wettbewerbs mithilfe der Crowdsourcing-Plattform „Quaxter“. In einem Marketing-Experiment nutzte das Münchner Unternehmen dafür die Kollaborationsmechanismen des Web 2.0.

Beim Crowdsourcing werden Aufgaben ins Internet ausgelagert und dort durch eine Community bearbeitet. Das populärste Beispiel ist wohl die Online-Enzyklopädie „Wikipedia“. Doch längst wird Crowdsourcing auch zur Entwicklung von Produkt- und Modedesigns, zur Fan-basierten Finanzierung von Film- und Musikproduktionen oder Generierung kreativer Ideen genutzt. Internetexperten sehen in der Web-Kollaboration daher auch bereits „the next big thing“ der Digitalen Wirtschaft.

Das Social-Creativity-Portal „Quaxter“ bietet eine Plattform, die es ermöglicht, Designs für alle erdenklichen Print- und Online-Anwendungen wie etwa Logos, Broschüren, Visitenkarten, Plakate oder auch Webseiten entwickeln zu lassen. Dazu wird ein Design-Wettbewerb ausgeschrieben, an dem sich die rund 1.000 bei der Plattform registrierten Designer beteiligen können. Anhand eines für alle Teilnehmer einsehbaren Briefings werden Designvorschläge eingereicht, die dann vom Auftraggeber in eine Rangfolge gebracht und individuell kommentiert werden.

So auch bei dem von MärzheuserGutzy initiierten Wettbewerb: 46 Designer aus 17 Ländern – darunter USA, Mexiko, Indien, Thailand, Spanien, Frankreich und Italien – reichten in dem zweiwöchigen Wettbewerbsprozess 110 Logo-Entwürfe ein. Das Rennen aber machte eine Mediengestalterin aus Köln mit dem Nutzer-Namen „Fuchsbau“. Dahinter verbirgt sich die Diplom-Kommunikationsdesignerin Sabine Fuchs. Sie lieferte gleich eine ganze Reihe preisverdächtiger Designentwürfe und ging deshalb völlig verdient als Siegerin aus dem Wettbewerb.

Jochen Gutzy, der den Designprozess für MärzheuserGutzy begleitete, ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Ein großer Vorteil von Crowdsourcing im Design liegt in der breiten Vielfalt an unterschiedlichen Ansätzen mit erstaunlich hoher Qualität. Das kann eine klassische Agentur kaum bieten. Voraussetzung ist aber ein gutes Briefing.