Salus-Medienpreis 2013

Gewinner mit 8.000 Euro ausgezeichnet

In einer feierlichen Preisverleihung wurden am 23. Oktober 2013 im Hilton Munich Park die Gewinner des Salus-Medienpreises 2013 geehrt. Über den Dächern Münchens konnte das illustre Quartett der hochkarätigen Preisträger die Auszeichnungen vom Stifter des Salus-Medienpreises, dem geschäftsführenden Gesellschafter des Naturarzneimittel-Herstellers Salus, Otto Greither, persönlich entgegen nehmen. Sichtlich bewegt gab der 88-jährige seiner Freude über die große Resonanz auf die Ausschreibung des Salus-Medienpreises Ausdruck: „Als ich den Preis 2010 anlässlich meines 85. Geburtstags ins Leben gerufen habe, wollte ich Medienschaffende und Publizisten dazu anregen, sich mit den Folgen der Agro-Gentechnik und den Chancen einer ökologischen Landwirtschaft zu beschäftigen. Ich freue mich sehr, dass das offenbar gelungen ist. Unsere Preisträger schaffen mit ihrer Arbeit ein Bewusstsein dafür, wie die Menschen heute und in Zukunft auf dieser Erde mit der Natur leben wollen, und ich danke Ihnen dafür von ganzem Herzen.“ Die Gewinner der mit je 2.500 Euro dotierten Hauptpreise sind die Gentechnik-Gegnerin Dr. Anita Idel und der Publizist, Kritiker und Rundfunkautor Dr. Conrad Lay. Den mit 1.500 Euro dotierten Nachwuchspreis konnte der Wirtschaftsjournalist Daniel Baumann entgegen nehmen. Einen Sonderpreis über 1.500 Euro lobte Otto Greither für die iPad-Reportage „Killing Seeds“ des Fotografen und Multimedia-Produzenten Uwe H. Martin aus.

Professor Dr. Dr. hc. Urs Niggli, der Direktor des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL), berichtete in seinem Festvortrag, dass die Menschen im Laufe ihrer Geschichte 7.000 Pflanzenarten für ihre Ernährung genutzt hätten, während der Großteil unserer Nahrung heute nur noch auf 30 botanischen Arten basiere – mit verheerenden gesundheitlichen Folgen: „Der Mensch lässt sich leicht Vielfalt vorgaukeln, aber sein Körper nicht.“ Der Ratgeber von Prinz Charles in Fragen des biologischen Landbaus beklagte, dass nach jüngsten soziologischen Erhebungen „arm und reich heute oft auch darüber entscheidet, ob in der Familie gesund oder ungesund gegessen wird.“
„Vielfalt statt Einfalt“ ist nach Meinung des leidenschaftlichen Botschafters der ökologischen Landwirtschaft daher „eine der großen Herausforderungen für die Umwelt-, Landwirtschafts- und Ernährungspolitik unserer Zeit.“

Dr. Anita Idel erhielt den Hauptpreis für ihr provokantes Buch „Die Kuh ist kein Klimakiller“, dessen Veröffentlichung der Diskussion um die Klimaschädlichkeit der Rinderhaltung eine ganz entscheidende Wende gegeben hat. Der zweite Hauptpreisträger ist der Journalist Dr. Conrad Lay, dessen brisantes Hörfunkfeature „Was Manager sagen – und was nicht. Die Rede vom Restrisiko in der Agro-Gentechnik“, die Jury ebenfalls nachhaltig beeindruckte.

Der Nachwuchspreis ging an Daniel Baumann, den frisch gebackenen Leiter des Wirtschaftsressorts der Frankfurter Rundschau, der seinen Lesern im Artikel „Mission Gentechnik“ aufsehenerregende Erkenntnisse zur Meinungsschlacht der US-Regierung für die grüne Gentechnik offenbarte. Den Sonderpreis für eine außergewöhnliche journalistische Leistung erhielt der Fotograf und Multimedia-Produzent Uwe H. Martin für die iPad-Reportage „Killing Seeds“, mit der es ihm gelungen ist, im Magazin GEO die Frage nach den sozialen und ökologischen Folgen des Baumwollanbaus auf eine sehr moderne und eindringliche Weise zu präsentieren.

Weitere Informationen zum Salus-Medienpreis, den diesjährigen Gewinnern und den Siegerbeiträgen unter: www.salus-medienpreis.de

Die Preisträger des Salus-Medienpreises 2013 mit Stifter Otto Greither

Der Stifter des Salus-Medienpreises und die Preisträger 2013: Sonderpreisträger Uwe H. Martin, Hauptpreisträgerin Dr. Anita Idel, Stifter Otto Greither, Hauptpreisträger Dr. Conrad Lay, Nachwuchspreisträger Daniel Baumann (von links nach rechts).