PR erhöht die Chancen auf einen erfolgreichen M&A-Deal

Die Wahrscheinlichkeit einen M&A-Deal erfolgreich abzuschließen erhöht sich, wenn die Unternehmen in gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit investieren und schon im Vorfeld der Verhandlungen ein professionelles Kommunikationsteam aufstellen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des M&A Research Centre der Londoner Cass Business School.

Unter dem Titel „Selling the story“ haben die Forscher die Kommunikationsstrategien von 198 M&A-Transaktionen zwischen Kapitalgesellschaften in Großbritannien von 1997 bis 2010 untersucht, deren Value mindestens 100 Millionen Dollar betrug.

Mit Transparenz zum Erfolg

Transaktionen, die proaktiv kommuniziert wurden, fanden in 84 Prozent der Fälle einen erfolgreichen Abschluss. Deals, die erst aufgrund von Nachforschungen der Presse oder von Aufsichtsbehörden ans Licht kamen, waren nur zu 50 Prozent erfolgreich. Informationslecks bergen somit eine große Gefahr für M&A-Deals. Die Studie zeigt, dass Verhandlungen, in denen beide Unternehmen von PR-Agenturen vertreten wurden, die höchste Erfolgsquote hatten. Zudem waren 91 Prozent der Deals erfolgreich, die vom CEO der Ziel- und Käufer-Firmen in einer Stellungnahme angekündigt wurden. Im Vergleich dazu hatten Ankündigungen mit einer solchen Stellungnahme von nur einer Seite mit 57 Prozent die niedrigste Erfolgsquote.

Rechtzeitig kommunizieren

Nicht unterschätzen darf man das richtige Timing der Deal-Ankündigung. Laut Studie hatten Transaktionen, die vor Beginn des Börsentags angekündigt wurden, weitaus mehr Erfolgschancen als diejenigen, die erst nach Eröffnung der Märkte preisgegeben wurden.