Gut platziert

Mehr Spielraum für Product Placement im TV

Anfang April ist der 13. Rundfunkänderungsstaatsvertrag in Kraft getreten. Im deutschen Fernsehen gibt es seitdem mehr Möglichkeiten für das so genannte Product Placement. Mit den gelockerten Regeln sollen den Sendern neue Geldquellen erschlossen werden. Die Neuregelung setzt Vorgaben der EU um.

Vor allem für die Privatsender werden die bestehenden europäischen Beschränkungen für Werbung weitgehend gelockert. Diese Sender dürfen in Filmen, Sportsendungen und Sendungen der leichten Unterhaltung Produkte gegen Entgelt platzieren. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist das Product Placement allerdings auch künftig nur innerhalb enger Grenzen möglich und nur bei gekauften Formaten erlaubt.

Auf eine Produktplatzierung muss grundsätzlich immer eindeutig hingewiesen werden. In Nachrichten- und Kindersendungen bleibt die Platzierung von Produkten ausgeschlossen. Auch die bisherigen Begrenzungen für Werbung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk bleiben bestehen. Demnach darf keine Werbung an Sonn- und Feiertagen und nach 20.00 Uhr gesendet werden.

Ziel der neuen Regelung ist die Optimierung der Wettbewerbsbedingungen und Rechtssicherheit für die Sender und Dienste der Informationsgesellschaft.