Gelassen vor der Kamera – ein professionelles Medien-Training unter Live-Bedingungen macht es möglich

Das Fernsehen ist nach wie vor Leitmedium – TV-Trainings bereiten auf die Situation vor und helfen, Kapital aus einem Auftritt vor laufender Kamera zu schlagen.

97 Prozent aller Deutschen verfügen über einen Fernseher. Rund 220 Minuten am Tag verbringt der Bundesbürger im Schnitt vor der Mattscheibe. Die Ergebnisse einer von ARD und ZDF in Auftrag gegebenen Studie zeigen: Das Fernsehen ist und bleibt Leit­medium – eine Tatsache, die Unternehmen bei ihrer Außendarstellung berücksichtigen sollten. Hinzu kommt die rasante Entwicklung des WEB-TV. Immer mehr Unternehmen erkennen das Potenzial bewegter Bilder und eröffnen bei Youtube & Co. einen eigenen „Fernsehkanal“. Auch weil die Suchmaschinen Videomaterial besonders hoch „ranken“.

PR-Strategie anpassen

Unternehmern, Verbände-Vertretern und Politikern empfiehlt es sich daher, ihre PR-Strategie den Gegebenheiten anzupassen und das Medium entsprechend zu nutzen. Dazu gehört auch der persönliche Auftritt vor der Kamera: Wer etwas zu sagen hat und vom Publikum ernst genommen werden will, sollte im TV gleichzeitig professionell und authentisch wirken.

Der Fokus der Fernsehkamera richtet sich in ganz unterschiedlichen Situationen auf gesellschaftliche Akteure von öffentlichem Interesse. Zum einen gibt es die planbaren TV-Ereignisse. Hierzu zählen etwa Pressekonferenzen, langfristig fixierte Interviews oder auch Talkshows. Solche Termine sind grundsätzlich als Chancen einzustufen. Denn durch den Auftritt im Fernsehstudio kann der Geladene einem breiten Publikum seine Expertise beweisen und dadurch womöglich neue Kunden oder Mitglieder gewinnen.

Vom Studiogast zum „Personality Brand“

Liefert er intelligente, schlüssige und überraschende Antworten entwickelt sich der Studiogast im besten Fall sogar zur bekannten Marke. So wie etwa Gottfried Urban, Vorstand und Portfolio-Stratege der Neue Vermögen AG. Regelmäßig steht der Finanz­experte aus Traunstein auf Vermittlung von MärzheuserGutzy in ARD („Börse im Ersten“) zu Anlegerthemen Rede und Antwort. Zuletzt war sein Rat im „Mittagsmagazin“ gefragt. Darin gab er über die Chancen und Risiken eines Gold-Investments Auskunft (Link zum zweiten Artikel).

TV-Ereignisse erfordern jedoch Vorbereitung. Denn Telegenität ist den wenigsten in die Wiege gelegt. Zum einen sollte der interviewte Gesprächspartner über journalistische Routinen Bescheid wissen. Ein Verbändesprecher kann beispielsweise nicht detaillierte Kritik an einer EU-Richtlinie äußern, wenn ihm für seine Antwort lediglich zehn Sekunden zur Verfügung stehen. Es ist ein Wesensmerkmal der medialen Berichterstattung, Informationen zuzuspitzen und auf den Punkt zu bringen. Ein guter Medien-Trainer weist deshalb auch auf die gängigen Formate der Branche hin.

Darüber hinaus gilt es vor dem Studiobesuch, potenzielle Fragen heikler Natur zu lokalisieren und entsprechende Antworten strategisch zu überdenken. Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe des Beraters auch als unbequemer Sparringspartner des Mandanten in Erscheinung zu treten. Überdies sollte der Coach seinem Klienten durch gezieltes Verhaltenstraining zu mehr Souveränität vor der Kamera verhelfen. Medien-Trainings unter Live-Bedingungen helfen, das Lampenfieber vor dem ersten TV-Auftritt zu nehmen.

Unerwartet im Fokus der Redaktionen

Die TV-Schulungen haben aber gerade auch dann positive Auswirkungen, wenn die Klienten unerwartet in den Fokus der Redaktionen geraten. So erscheinen Kamerateams auch schon einmal unangemeldet vor dem Firmentor – meist dann, wenn es einmal nicht so gut läuft. Wer in diesen Situationen nicht um die Funktionslogik der Medien weiß und sich unüberlegt oder überheblich äußert, tappt leicht in die Skandalisierungsfalle.

Natürlich kann im Zuge solcher Krisen keine Kommunikationsberatung Wunderdinge vollbringen und dem Mandanten eine durchweg positive Presse garantieren. Sie kann dem Auftraggeber jedoch vermitteln, dass er unter schwierigen Bedingungen gewisse Kommunikations-Regeln zu beachten hat. Wer sich etwa dem medialen Dialog verweigert, weckt erst Recht den Ehrgeiz investigativer Journalisten. Aber auch die TV-Sprache will gelernt sein. Nicht erst seit Josef Ackermann ist klar, dass arrogante Gesten oder Mimiken im Dialog mit den Medien nichts zu suchen haben.

Die eigenen Standpunkte klar präsentieren

Wer sich hingegen vor der Kamera authentisch zu geben weiß und gelernt hat, mediengerecht zu kommunizieren, wird den Respekt des Publikums ernten – vielleicht sogar jenen der Redakteure. Medien-Trainings verhelfen dem Klienten sicher nicht zu einer neuen Persönlichkeit. Durch das Wissen um das Verhalten der Journalisten und die eigene Wirkung vor der Kamera gewinnt der Auftraggeber eines Medien-Trainings im Idealfall aber an Souveränität und Gelassenheit. Zudem wird er lernen, die eigenen Standpunkte klarer und pointierter zu präsentieren.

Wir führen für unsere Klienten TV-/Medien- und Präsentations-Trainings unter Live-Bedingungen in einem professionellen TV-Studio durch. Anhand individueller Videoauswertungen geben wir ein offenes und konstruktives Feedback. Selbstverständlich sind auch Inhouse-Seminare möglich. Auf Wunsch begleiten wir unsere Klienten zu Ihren Live-Auftritten – auch in Krisensituationen. Interessiert? Sprechen Sie mit Michael Märzheuser.

Autor: Lutz Korndörfer