„Wenn dieses natürliche Netzwerk zerrissen wird, dann geht es allen an den Kragen!“ ‒ Gespräch mit Mascha Kauka, Gründerin und Leiterin der Stiftung AMAZONICA

Es war im Jahre 1980 als Mascha Kauka auf einer Südamerika-Reise in Ecuador das erste Mal mit Indios im Urwald Kontakt hatte. Das Schicksal dieses Volkes, dem durch die Abholzung des Regenwaldes die Lebensgrundlage entzogen wurde, berührte Kauka. So rief sie den gemeinnützigen Verein „INDIO-HILFE“ ins Leben. Entwicklungshilfe bedeutete neben ihrem beruflichen Werdegang ein neues Kapitel auf dem Weg der gelernten Journalistin und Chefredakteurin der Kinderzeitschriften „Bussi Bär“ und „Pumuckl“ und erfolgreichen Autorin von weit über einhundert Kochbüchern. Seit 1982 unterstützt der Verein Indiovölker in ganz Ecuador durch konkrete Projektarbeit. 2001 startete Kauka das Projekt AMAZONICA unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Ziel des Projekts ist die Rettung des tropischen Regenwalds durch die Förderung seiner Ureinwohner. Es folgten die Gründungen der Stiftung AMAZONICA im Jahr 2007 und der gemeinnützigen AMAZONICA Akademie im Jahr 2015. Seit mehr als dreißig Jahren reist Kauka nun regelmäßig zu ihren Mitstreitern, den Indianervölkern, in den Regenwald.

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„Wir müssen nicht auf Teufel komm raus wachsen“ ‒ Gespräch mit Prof. Dr. Ulrich Brand, Professor für Internationale Politik an der Universität Wien

Das Band zwischen Wachstum und Wohlstand zerreißt, sagt Ulrich Brand. Für den prominenten Wachstumskritiker und Politikwissenschaftler schwindet der Zusammenhang zwischen kapitalistisch erzeugtem Wachstum und gesellschaftlichem wie individuellem Wohlstand. Er lehrt und forscht seit 2007 als Professor für Internationale Politik an der Universität Wien, insbesondere zu den Themen Umwelt- und Ressourcenpolitik, Steuerung der Globalisierung, Wachstumsdynamiken und -kritiken. Brand propagiert einen zukunftsfähigen Wohlstandsbegriff, der auf die politische Gestaltung, ökologisch verträgliche Produktion und ein attraktives Leben für den Menschen setzt. Dabei wünscht er sich eine Demokratie, die den zerstörerischen kapitalistischen Wachstumsimperativen und den sie stützenden Interessen Einhalt gebietet. Ulrich Brand war sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestages.

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„Ohne Digitalisierung ist die Reise bald vorbei“ Gespräch mit Marcus Tandler, Geschäftsführer von OnPage.org

Marcus Tandler ist nicht nur stolzer Vater, bekennender Nerd und Experte für Suchmaschinen: Der Münchner ist auch erfolgreicher Unternehmer. Im Juli 2012 gründete er mit drei Partnern und einem Stammkapital von 1600 Euro das Unternehmen OnPage.org, Anbieter einer Software für professionelles Qualitätsmanagement von Webseiten zur nachhaltigen Optimierung für Suchmaschinen. 2014 gewann OnPage.org den „Top 100 Innovator Award“. In diesem Jahr war das Unternehmen Finalist beim „Deutschen Gründerpreis“. Mit seinen Partnern bildet Tandler so etwas wie die Speerspitze der digitalen Wirtschaft in Deutschland. Bereits 1999 veranstaltete er Seminare für Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Er sitzt im SEO-Expertenrat des Bundesverbands Digitale Wirtschaft und ist als Hochschuldozent tätig. Trotz seiner internationalen Karriere ist Tandler aber immer ein Bayer geblieben, ausgestattet mit Lederhosen und der Gewissheit, der Nabel der Welt befinde sich in München.

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„Gerade wenn es einem gut geht, werden Fehler gemacht“ – Gespräch mit Dr. Thomas Geppert, Geschäftsführer BFW Landesverband Bayern e.V.

Dr. Thomas Geppert steht dem bayerischen Ableger des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Geschäftsführer vor. Der gelernte Politikwissenschaftler ist seit drei Jahren in dem mittelständisch geprägten Verband tätig, seit 2008 unterrichtet er zudem als Lehrbeauftragter an der Otto-Friedrich Universität in Bamberg. In seiner bisherigen beruflichen Laufbahn arbeitete er als Geschäftsführer der CSU-Wirtschaftskommission, der CSU-Verkehrskommission und Landesgeschäftsführer der Mittelstands-Union. Seit 2014 leitet Dr. Geppert außerdem den Fachausschuss Energie, Infrastruktur, Verkehr und Umwelt der Mittelstands-Union.

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„Du musst aus einem Lichte fort ins andere gehen“ ‒ Gespräch mit Otto Greither, Inhaber der Salus-Unternehmensgruppe, Bio-Botschafter und Deutschlands dienstältester aktiver Firmenchef

90 Jahre und immer noch verliebt in seinen Beruf: Otto Greither prägt den deutschen Mittelstand als dienstältester aktiver Firmenchef. Seit 70 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Naturarzneimittel-Herstellers Salus. Die zerbombte Produktionsstätte seiner Eltern in München baute er gemeinsam mit seinem Bruder Hans und Freunden nach dem Krieg wieder auf und etablierte Salus als Weltmarktführer der Reformwarenbranche. Vom Wirtschaftsmagazin Capital und der Umweltstiftung WWF wurde er zum „Öko-Manager des Jahres“ gewählt. Greither ist nicht nur Vater von sechs Kindern, sondern kann auch seine 400 Mitarbeiter zum Familienkreis zählen. Denn am Firmensitz im oberbayerischen Bruckmühl ist ihm jeder Mitarbeiter ans Herz gewachsen. Wie man es soweit bringt und warum es so wichtig ist, eine treue Mannschaft hinter sich zu haben, erzählt der „Bio-Botschafter“ beim Hilton Talk.

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25.11.2015, Hilton Munich Park: Der verheizte Planet: Wie die Gier nach Wachstum unsere Gesellschaft zerstört

Es gehört zu den Widersprüchen des Menschen, dass er Dinge zugleich lieben und zerstören kann: seine Heimat. Um das kapitalistische Wirtschaftssystem vor dem Zusammenbruch zu bewahren, ist ein uneingeschränktes Wachstum nötig. Doch dies geschieht auf Kosten der Umwelt: Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt, ebenso der Meeresspiegel. Die vergangenen 15 Jahre waren, bis auf eine Ausnahme, die wärmsten seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen im Jahre 1880. Doch die Gesellschaft hat auch mit den ökonomischen Folgen zu kämpfen: Die Erfahrung vieler Menschen ist, dass sie am materiellen Wohlstand weniger teilhaben. Dabei kristallisiert sich heraus, dass vor allem die Reichen und Mächtigen ihre Vermögen, sozialen Positionen und ihre Einflussmacht sichern. Mit unseren Gästen diskutieren wir über Grenzen und Folgen des Wachstums.

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20.05.2015, Hilton Munich Park: Der Mittelstand – Herzstück der deutschen Wirtschaft

Er ist der Garant von Arbeitsplätzen, Wachstum und Wohlstand in Deutschland: der Mittelstand. Ohne ihn gäbe es keine Rentenversicherung, kein leistungsfähiges Gesundheitswesen und keine sprudelnden Steuerquellen für den Fiskus. Gerade jungen Menschen bietet der Mittelstand hervorragende berufliche Perspektiven und schafft immer wieder neue, innovative Berufsfelder. Doch der Schrei nach Reformen ist unüberhörbar: Der Mittelstand müsse entlastet werden, Bürokratieabbau und Steuerentlastungen werden gefordert. Der wachsende Fachkräftemangel stellt die Betriebe vor Probleme und verursacht Einnahmeausfälle in Milliardenhöhe. Auch bei der Digitalisierung herrscht bei vielen mittelständischen Unternehmen noch großer Nachholbedarf. Mit unseren Gästen diskutieren wir über Stärken und Schwächen des deutschen Mittelstandes und seinen Weg in die Zukunft.

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„Es war ein großer Schock für alle, dass es die sichere Geldanlage nicht mehr gibt.“ ‒ Gespräch mit Birte Pampel, Vorstandsvorsitzende des Vereins „Geld mit Sinn“

Birte Pampel ist als Kopf des Vereins „Geld mit Sinn“ eine der ganz wenigen weiblichen Meinungsführerinnen innerhalb der Finanzbranche. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen wünscht sich die PR-Expertin, dass die Banken viel mehr auf die Bedürfnisse gerade ihrer jüngeren Kundschaft, der Generation Y, eingehen. „Redet so, dass wir euch verstehen können“! Neben einer zielgruppengerechten Kommunikation setzt sich Birte Pampel auch für mehr Transparenz und soziale Verantwortung bei Banken und deren Finanzprodukten ein. Da letztere es den Anlegern nicht gerade leicht machen, an nachhaltige Investments heranzukommen, bietet ihr Verein den Ratsuchenden Orientierung aus unabhängiger Hand. Für Birte Pampel besteht ihre wichtigste Mission darin, den Anlegern den Weg zu einer nachhaltigen Geldanlage so einfach wie möglich zu machen.

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„Die Natur kennt keine Steuern.“ – Gespräch mit Bernd Hückstädt, Mitbegründer der Gemeinwohl-Währung Gradido

Die Finanzkrise ist vielleicht die größte Chance der Menschheit, denn das alte Geldsystem löste einen Interessenskonflikt zwischen Wirtschaft und Natur aus. Diese Auffassung vertritt Bernd Hückstädt. Für ihn ist die Natur einfach genial. Er sagt: „Wenn wir im Einklang mit den Naturgesetzen handeln, werden wir weltweit Wohlstand und Frieden erleben.“ Hückstädt stellt sich die Frage, warum in unserer Welt gleichzeitig Überproduktion und Armut herrschen und wie dieses Problem letztendlich zu lösen ist. Als Lösungsansatz hat er mit Gradido eine alternative Gemeinwohl-Währung mitentwickelt.

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26.11.2014, Hilton Munich Park: Geld mit Sinn: Auf der Suche nach neuen Finanzsystemen

Unser Geldsystem wird von vielen Experten als „tickende Zeitbombe“ betrachtet. Die Banken stecken in der Krise, die Skepsis gegenüber dem Euro nimmt zu, Länder wie Griechenland, Portugal oder Italien sind hochverschuldet. In den Medien wird von Rettungsschirmen geschrieben, die mehr schaden als nutzen. Manch einer sieht den Kollaps des Finanzsystems auch auf Deutschland zukommen. Wie lange geht das noch gut? Und wo geht die Reise hin? Hat unser Finanzsystem wirklich ein Verfallsdatum? Es wird Zeit, sich mit möglichen Alternativen zu beschäftigen: In Deutschland haben sich bereits erfolgreich mehrere Regionalwährungen als alternative Geldsysteme etabliert, die dabei auch noch zur Identifikation mit dem eigenen Landkreis beitragen. Mit unseren Gästen diskutieren wir über neue Finanzmodelle, sprechen über den Ist-Zustand, Prognosen und Alternativen.

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