„Ohne Digitalisierung ist die Reise bald vorbei“ Gespräch mit Marcus Tandler, Geschäftsführer von OnPage.org

Marcus Tandler ist nicht nur stolzer Vater, bekennender Nerd und Experte für Suchmaschinen: Der Münchner ist auch erfolgreicher Unternehmer. Im Juli 2012 gründete er mit drei Partnern und einem Stammkapital von 1600 Euro das Unternehmen OnPage.org, Anbieter einer Software für professionelles Qualitätsmanagement von Webseiten zur nachhaltigen Optimierung für Suchmaschinen. 2014 gewann OnPage.org den „Top 100 Innovator Award“. In diesem Jahr war das Unternehmen Finalist beim „Deutschen Gründerpreis“. Mit seinen Partnern bildet Tandler so etwas wie die Speerspitze der digitalen Wirtschaft in Deutschland. Bereits 1999 veranstaltete er Seminare für Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Er sitzt im SEO-Expertenrat des Bundesverbands Digitale Wirtschaft und ist als Hochschuldozent tätig. Trotz seiner internationalen Karriere ist Tandler aber immer ein Bayer geblieben, ausgestattet mit Lederhosen und der Gewissheit, der Nabel der Welt befinde sich in München.

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„Gerade wenn es einem gut geht, werden Fehler gemacht“ – Gespräch mit Dr. Thomas Geppert, Geschäftsführer BFW Landesverband Bayern e.V.

Dr. Thomas Geppert steht dem bayerischen Ableger des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen als Geschäftsführer vor. Der gelernte Politikwissenschaftler ist seit drei Jahren in dem mittelständisch geprägten Verband tätig, seit 2008 unterrichtet er zudem als Lehrbeauftragter an der Otto-Friedrich Universität in Bamberg. In seiner bisherigen beruflichen Laufbahn arbeitete er als Geschäftsführer der CSU-Wirtschaftskommission, der CSU-Verkehrskommission und Landesgeschäftsführer der Mittelstands-Union. Seit 2014 leitet Dr. Geppert außerdem den Fachausschuss Energie, Infrastruktur, Verkehr und Umwelt der Mittelstands-Union.

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„Du musst aus einem Lichte fort ins andere gehen“ ‒ Gespräch mit Otto Greither, Inhaber der Salus-Unternehmensgruppe, Bio-Botschafter und Deutschlands dienstältester aktiver Firmenchef

90 Jahre und immer noch verliebt in seinen Beruf: Otto Greither prägt den deutschen Mittelstand als dienstältester aktiver Firmenchef. Seit 70 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Naturarzneimittel-Herstellers Salus. Die zerbombte Produktionsstätte seiner Eltern in München baute er gemeinsam mit seinem Bruder Hans und Freunden nach dem Krieg wieder auf und etablierte Salus als Weltmarktführer der Reformwarenbranche. Vom Wirtschaftsmagazin Capital und der Umweltstiftung WWF wurde er zum „Öko-Manager des Jahres“ gewählt. Greither ist nicht nur Vater von sechs Kindern, sondern kann auch seine 400 Mitarbeiter zum Familienkreis zählen. Denn am Firmensitz im oberbayerischen Bruckmühl ist ihm jeder Mitarbeiter ans Herz gewachsen. Wie man es soweit bringt und warum es so wichtig ist, eine treue Mannschaft hinter sich zu haben, erzählt der „Bio-Botschafter“ beim Hilton Talk.

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„Es war ein großer Schock für alle, dass es die sichere Geldanlage nicht mehr gibt.“ ‒ Gespräch mit Birte Pampel, Vorstandsvorsitzende des Vereins „Geld mit Sinn“

Birte Pampel ist als Kopf des Vereins „Geld mit Sinn“ eine der ganz wenigen weiblichen Meinungsführerinnen innerhalb der Finanzbranche. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen wünscht sich die PR-Expertin, dass die Banken viel mehr auf die Bedürfnisse gerade ihrer jüngeren Kundschaft, der Generation Y, eingehen. „Redet so, dass wir euch verstehen können“! Neben einer zielgruppengerechten Kommunikation setzt sich Birte Pampel auch für mehr Transparenz und soziale Verantwortung bei Banken und deren Finanzprodukten ein. Da letztere es den Anlegern nicht gerade leicht machen, an nachhaltige Investments heranzukommen, bietet ihr Verein den Ratsuchenden Orientierung aus unabhängiger Hand. Für Birte Pampel besteht ihre wichtigste Mission darin, den Anlegern den Weg zu einer nachhaltigen Geldanlage so einfach wie möglich zu machen.

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„Damit die Wirtschaft weiter wachsen kann, müssen sich immer mehr Leute verschulden.“ ‒ Gespräch mit Rico Albrecht, Mitglied der wissenschaftlichen Leitung der Wissensmanufaktur

Rico Albrecht ist seit 2010 Mitglied der wissenschaftlichen Leitung der Wissensmanufaktur, einem unabhängigen Institut für Wirtschaftsforschung und Gesellschaftspolitik. Für den Systemanalytiker hat die Demokratie heutzutage gar keine Chance, da die Öffentlichkeit zu sehr von den Medien gelenkt und beeinflusst wird. Dem Internet schreibt er dabei eine befreiende Rolle zu, die in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen hat. Mit dem Plan B der Wissensmanufaktur schlägt er eine Alternative zum heuten Finanzsystem vor, mit dem Thema Steuerboykott thematisiert er sogar das Widerstandsrecht. „Wir haben ja heute keine Steuer auf vorhandenes Vermögen, sondern eine Steuer auf den Versuch, an Vermögen zu kommen, also eine Strafsteuer auf Arbeit“, sagt Albrecht. Mit seiner Initiative setzt er sich für ein gerechteres Wirtschaftssystem, frei vom ständigen Wachstumszwang, ein. Die erste Millionen sei heutzutage die schwerste, „mit Plan B ist es umgekehrt“.

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„Die Natur kennt keine Steuern.“ – Gespräch mit Bernd Hückstädt, Mitbegründer der Gemeinwohl-Währung Gradido

Die Finanzkrise ist vielleicht die größte Chance der Menschheit, denn das alte Geldsystem löste einen Interessenskonflikt zwischen Wirtschaft und Natur aus. Diese Auffassung vertritt Bernd Hückstädt. Für ihn ist die Natur einfach genial. Er sagt: „Wenn wir im Einklang mit den Naturgesetzen handeln, werden wir weltweit Wohlstand und Frieden erleben.“ Hückstädt stellt sich die Frage, warum in unserer Welt gleichzeitig Überproduktion und Armut herrschen und wie dieses Problem letztendlich zu lösen ist. Als Lösungsansatz hat er mit Gradido eine alternative Gemeinwohl-Währung mitentwickelt.

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„Ich sehe die Finanzen noch weiter explodieren“ ‒ Gespräch mit Lutz Pfannenstiel, Welttorhüter und Fußball-Scout

Niemand ist wohl als Fußballer so weit herumgekommen wie Lutz Pfannenstiel. Seine Profikarriere umfasste 24 Vereine in 12 Ländern auf allen Kontinenten, im wahrsten Sinne ist er ein „Welttorhüter“, zwischen Kanada und Malaysia, zwischen Finnland und Namibia. Dabei hat der heutige Scout der TSG 1899 Hoffenheim die Entwicklung des Fußballgeschäfts global verfolgt und erlebt. Egal ob in Entwicklungsländern oder in Europa, wo am meisten Geld damit verdient wird. Denn Fußball ist König. Beim 20. Hilton Talk in München erzählte der ehemalige Profi auch, warum beim Scouting fünf Caipirinhas aussagekräftiger sind als ein Besuch im Stadion. Weiterlesen

„Das ist eine komplett andere Welt geworden“ ‒ Gespräch mit Markus Othmer, TV-Moderator und Fußballkommentator

Die Sportberichterstattung im Fußball hat sich in den letzten Jahrzehnten komplett gewandelt. Mehr Kameras liefern immer mehr Bilder und immer mehr Emotionen. Und das, obwohl man an die Sportler fast gar nicht mehr herankommt. Markus Othmer hat den Wandel aus erster Hand miterlebt: Er ist Moderator der Sendung Blickpunkt Sport, Kommentator der ARD Sportschau und seit 30 Jahren als Sportjournalist tätig. Beim Hilton Talk berichtet der 49-Jährige von Weißbierduschen, der Preisspirale bei den Übertragungsrechten und seinem ganz persönlichen sportlichen Highlight. Weiterlesen

„Oligarchen und Investoren haben oftmals das Ziel, sich ein Spielzeug zu kaufen.“ ‒ Gespräch mit Ernst Tanner, ehemaliger Fußballmanager und Nachwuchsleiter bei Red Bull Salzburg

Ernst Tanner gilt im Fußball als einer der besten Nachwuchs-Förderer im deutschsprachigen Raum. Bei Red Bull Salzburg kümmert er sich um junge Kicker und warnt, sie zu früh auf die monetäre Schiene zu bringen. Beim Hilton Talk erklärt Tanner, warum dies bei RB Salzburg nicht der Fall ist, und wie man die finanziellen Mittel in der Ausbildung des Nachwuchses nutzen kann: zum Beispiel mit Trainingsgeräten aus der Weltraumforschung. Fairplay ist dem ehemaligen Manager der TSG Hoffenheim dabei wichtig: auf dem Platz aber auch zwischen den großen Vereinen – vor allem, was das Finanzielle betrifft. Weiterlesen

„Google ist nicht die Wahrheit“ – Gespräch mit Christian Scherg, Berater für Online-Strategien und Geschäftsführer der Revolvermänner GmbH

Als „Fenster zur Seele“ bezeichnet Christian Scherg „Shitstorms“ im Internet. Der Reputations-Manager berät Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation und hat schon oft beobachtet, dass die Ursache von digitaler Empörung mitunter politische und gesellschaftliche Unzufriedenheit sein kann. Doch es gibt auch Fälle, bei denen ein Konkurrenz­unternehmen seinem Mitbewerber mittels einer Schmutzkampagne über das Web schaden will und gezielt Gerüchte streut. Beispiele für Unternehmen, deren jahrzehntelang erarbeitetes, positives Image binnen weniger Monate zerstört wurde, kennt der 39-jährige Unternehmer aus seiner Beratungstätigkeit genug. Dennoch sieht Scherg auch positive Seiten an online hervorgebrachter Kritik – so lange ihr konstruktiv entgegnet wird und sie gar nicht erst „hochkocht“.

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