„Mehr Vorratswissen statt Downloadwissen für Kinder“ – Interview mit Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes a.D.

Josef Kraus unterrichtete zunächst als Gymnasiallehrer und war als Schulpsychologe für den Regierungsbezirk Niederbayern zuständig. Von 1995 bis 2015 war er als Schulleiter am Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium in Vilsbiburg bei Landshut tätig. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes bekleidete verschiedene Vorstandsämter im Deutschen Philologenverband; von 1987 bis 2017 war er 30 Jahre lang ehrenamtlicher Präsident des Deutschen Lehrerverbandes mit seinen 160.000 Mitgliedern. In dieser Zeit hat er exakt 120 deutsche Schulminister kommen und gehen sehen. Der „Titan der Bildungspolitik“ ist Gastautor bei zahlreichen Tages- und Wochenzeitungen und hat mehrere Bücher publiziert. Darunter Bestseller wie „Helikopter-Eltern – Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung“, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ sowie sein jüngstes Werk „50 Jahre Umerziehung – Die 68er und ihre Hinterlassenschaften“. Im September 2018 erhielt er in Weimar den Deutschen Sprachpreis.

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„Gender ist Teil der egalitären Revolution“ – Gespräch mit Mathias von Gersdorff, Publizist

Mathias von Gersdorff ist Diplom-Volkswirt und Publizist. Seit 1990 ist der Katholik in der Lebensrechtsbewegung aktiv. Von Gersdorff leitet seit 1993 die Aktion „Kinder in Gefahr“ der Deutschen Vereinigung für eine christliche Kultur (DVCK e.V.) mit Sitz in Frankfurt (Main). Der DVCK e.V. ist ein 1983 von einem Kreis katholischer Laien gegründeter Verein, der sich gegen Pornographie, Gewaltverherrlichung und Blasphemie in den Medien wendet. Von Gersdorff hat schon mehrere Bücher geschrieben, darunter „Die sexuelle Revolution erreicht die Kinder“ und „Kampf ums Leben“. Zur Wertethematik und zum Lebensrecht schreibt er regelmäßig in verschiedenen Publikationen und hält zahl- reiche Vorträge, u.a. beim World Congress of Families in Sidney/Australien, an der Katholischen Universität in Lublin und an der Europäischen Humanistischen Universität in Vilnius. Seine letztes Buch „Gender: Was steckt dahinter“ analysiert kritisch die umstrittene Ideologie.

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„Das Smartphone ist das Schweizer Taschenmesser der Digitalisierung“ – Gespräch mit Daniel Wolff, Digital-Trainer und Medienpädagoge

Daniel Wolff hat den umwälzenden Einfluss der Digitalisierung aus zahlreichen Perspektiven miterlebt: Als langjähriger IT-Journalist des Computermagazins CHIP/CHIP Online berichtete er über die sich ständig verändernde Medienwelt. Als US-Korrespondent in San Francisco erhielt Wolff einen intensiven Einblick in die IT- und High-Tech-Industrie des Silicon Valley. Er arbeitete zudem als Gymnasiallehrer (Englisch/Geographie/Medienpädagogik) im Spannungsfeld zwischen Handyverbot und einem Unterricht mit Virtual-Reality-Brillen. Er ist Universitätsdozent an der LMU München (Kompetenznetzwerk Medienbildung und Digitalisierung/KMBD). Als Vater von drei Kindern wird er immer wieder vor neue digitale Herausforderungen gestellt. Wolff bietet zahlreiche Digitaltrainings in Form von Vorträgen, Workshops und Fortbildungen zu den Themen Medienkompetenz und Medienbildung an.

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14.11.2018, Hilton Munich Park: Das deutsche Bildungswesen: Lernen für das Leben?

Niemand müsste das besser wissen als die Deutschen selbst. Denn der Aufstieg Deutschlands zur Kulturnation wurde im 19. Jahrhundert durch den Ausbau der Universitäten und der Schulen begründet. Doch an Deutschlands Schulen herrscht Bildungsnotstand: Es fehlen 40.000 Pädagogen. Nur jeder siebte 15-Jährige kann richtig schreiben und rechnen. Wenn das Bildungswesen versagt, ist die ganze Gesellschaft in ihrem Bestand bedroht. „Alle Laster entspringen aus dem Missverhältnis der Armut gegen den Reichtum“, warnte schon Bildungsvater Wilhelm von Humboldt. In den Zeiten der Massenuniversitäten mit Ihren 15.000 Bachelor- und Masterstudiengängen wird dem Vorbild hinterhergetrauert. Für Humboldt war die Universität das Zentrum der Forschung. Doch unsere Universitätsforschung wird immer mehr von Forschungseinrichtungen der Industrie verdrängt und leidet unter schlechter Ausstattung. Und wie ist es eigentlich um die Medienkompetenz und Medienbildung bestellt? Welche Rolle spielen Pornographie, Gewaltverherrlichung und Blasphemie in den Medien? Der Hilton Talk liefert eine kritische Analyse unseres Bildungswesens und zeigt Wege aus dem Dilemma auf.

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„Wir befinden uns in einem Informationskrieg“ – Gespräch mit Richard Gutjahr, TV-Moderator, Journalist und Blogger

Richard Gutjahr ist Absolvent der Deutschen Journalistenschule in München und hat an der Ludwig-Maximilians-Universität Politik und Kommunikationswissenschaft studiert. Nach Stationen bei Süddeutsche Zeitung, CNN und WDR arbeitet Richard Gutjahr heute als freier Reporter für die ARD und moderiert die Spätausgabe der Rundschau im Bayerischen Fernsehen. Daneben schreibt er als Kolumnist für Tagezeitungen und Fachmagazine. Für seine Arbeit wurde Gutjahr mit diversen Preisen ausgezeichnet, wie den Ernst-Schneider-Preis für Wirtschafts-Journalismus. Er war „Netz-Journalist des Jahres“ (Zeit Online) und „Journalist des Jahres“ (Medium Magazin). Das Grimme-Institut hat 2013 mit der Nominierung von Richard Gutjahr zum ersten Mal in der Geschichte des Grimme Online Awards die persönliche Leistung einer Einzelperson gewürdigt: „Die demokratische Gesellschaft profitiert von seinen Analysen, Impulsen und den von ihm initiierten Projekten (…)“, so die Jury.

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„Wir sind unglaublich verwundbar“ – Gespräch mit Michael George, Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz, Leiter Cyber-Allianz-Zentrum

Michael George studierte Verwaltungswissenschaften mit Schwerpunkt Sicherheitspolitik in Köln und München und war seit seiner Ausbildung beim Bundesnachrichtendienst in verschiedenen Funktionen bei deutschen Nachrichtendiensten tätig. Seit 2008 ist er beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz und unterstützt Unternehmen sowie Behörden bei der Abwehr elektronischer Angriffe. Seit 2013 leitet er dort das neu gegründete Cyber-Allianz-Zentrum. Michael George schreibt für zahlreiche Fachzeitschriften und -magazine sowie für die Süddeutsche Zeitung. 2013 erschien im Rowohlt Verlag sein erstes Sachbuch mit dem Titel „Geh@ckt ‒ wie Angriffe aus dem Netz uns alle bedrohen“.

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„Menschliche und künstliche Intelligenz müssen sich ergänzen“ – Gespräch mit Prof. Alin Albu-Schäffer, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Direktor am Institut für Robotik und Mechatronik und Professor an der TU-München

Prof. Alin Albu-Schäffer ist seit 2012 Direktor am Institut für Robotik und Mechatronik im DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Gleichzeitig ist er Professor an der TU-München (TUM). Dort leitet er den Lehrstuhl für „Sensorbasierte robotische Systeme und intelligente Assistenzsysteme“ an der Fakultät für Informatik. Seine Forschungsgebiete sind die robotische Assistenz von der Raumfahrt über die industrielle Produktion, Medizin und Health-Care bis hin zu persönlichen Assistenzsystemen. Prof. Albu-Schäffer studierte Elektrotechnik an der TU Timisoara, Rumänien und promovierte 2002 an der TUM. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen im Bereich der Robotik, unter anderem den IEEE King-Sun Fu Best Paper Award der Transactions on Robotics in 2012, Preise für Publikationen in den führenden Robotik-Zeitschriften sowie den DLR-Wissenschaftspreis.

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16.05.2018, Hilton Munich Park: Kollege Roboter: Auf dem Weg in die digitale Transformation

Die tiefsten Umbrüche in der Geschichte der Menschheit erschüttern die Welt. Der vertrauten analogen Kommunikation folgt die digitale. Sie revolutioniert in einer atemberaubenden Geschwindigkeit alles: Information, Lernen, Arbeit, Freizeit, Medizin und Demokratie. Unser Vertrauen in die Authentizität von Information wird erschüttert. Ob die aktuelle Cyber-Attacke auf das speziell gesicherte Regierungsnetz oder der Datenklau bei Millionen Facebook-Nutzern, nichts scheint mehr unangreifbar und gesichert. Falschinformationen vergiften zunehmend das gesellschaftliche Klima. Gefälschte Nachrichten untergraben die Glaubwürdigkeit von Medien, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft und schaden damit dem gesamten Staatswesen. Doch wie können Unternehmen Strategien entwickeln, um falsche Darstellungen schnell und umfassend entkräften zu können? Haben altbewährte Tugenden wie Skepsis, Ehrlichkeit, Transparenz und Vertrauenswürdigkeit überhaupt noch eine Chance? Und wird künstliche Intelligenz den Menschen ersetzen? Mit unseren Experten wollen wir beim kommenden Hilton Talk gemeinsam zukunftsvolle Wege in die digitale Transformation aufzeigen.

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„Integrität als Kernwert ist das Entscheidende“ – Gespräch mit Prof. Dr. Kai C. Andrejewski, Regionalvorstand/Managing Partner KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Nach Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre in Göttingen 1993 trat Kai C. Andrejewski bei Coopers & Lybrand Westdeutschland ein. 1998 folgte der Wechsel zur Arthur Andersen GmbH. In dieser Zeit wurde er 1998 zum Steuerberater und 2001 zum Wirtschaftsprüfer bestellt. 2002 wechselte Andrejewski zur renommierten Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG, wo er bis heute an verschiedenen Standorten (Berlin, Paris und München) international tätig ist. Neben seiner Unternehmenspraxis hat Andrejewski umfangreiche Lehrerfahrungen im Bereich der internationalen Rechnungslegung, wie an den Universitäten Ulm, Erlangen und Ingolstadt und aktuell an der privaten Hochschule Göttingen. Der ausgewiesene Experte für Fragestellungen in der Anwendung von International Financial Standards gehört unter anderem der Prüfungskommission der Wirtschaftsprüferkammer an. Darüber hinaus engagiert er sich neben dem Beruf in verschiedenen Organisationen wie beispielsweise der Atlantikbrücke.

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Die meisten Operationen sind heutzutage ökonomisch begründet“ – Gespräch mit Dr. med. Martin Marianowicz, Gründer und Leiter der Marianowicz Medizin

Dr. med. Martin Marianowicz ist Facharzt für Orthopädie, Chirotherapie und Sportmedizin. Mit seiner über 30-jährigen internationalen Berufserfahrung gilt er als einer der renommiertesten Rückenspezialisten Europas und Wegbereiter orthopädischer Schmerztherapie sowie minimal-invasiver Wirbelsäulen- und Bandscheibenbehandlung. Ausbildungs- und Forschungsaufenthalte führten ihn immer wieder ins Ausland. Er ist Gründer und Leiter des interdisziplinären Zentrums für Diagnose und Therapie in München-Bogenhausen. Seit 1995 ist er außerdem ärztlicher Direktor der Privatklinik Jägerwinkel in Bad Wiessee am Tegernsee. Dr. Marianowicz setzt stets auf die sanfteste Behandlungsmethode sowie auf die Selbstheilungskräfte des Körpers. Er ist Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Buchautor. In diesem Jahr erschien sein neuestes Buch „Arthrose selbst heilen“. Ein Selbsthilfebuch mit ganzheitlichem Anti-Schmerz-Programm macht bis zu 75 Prozent der Operationen überflüssig.

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