11.05.2016, Hilton Munich Park: Ende des Abendlandes? Deutschland zwischen Christentum und Islam

„Der Islam ist Teil Deutschlands und Europas“, sagte bereits 2006 der damalige Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Vier Jahre später erklärte Christian Wulff in seiner Funktion als Bundespräsident „Der Islam gehört zu Deutschland“. Bundeskanzlerin Merkel pflichtete ihm kürzlich bei. Der Satz spaltet nach wie vor die deutsche Gesellschaft. Wie kann der Islam zu Deutschland gehören, wenn dieser die grundlegenden Werte verneint, auf denen unser Staatswesen beruht – eine Religion die darauf beharrt, dass göttliches über staatlichem Recht stehe? Oder ist es weltfremd und rückwärtsgewandt die Augen davor zu verschließen, dass mittlerweile über vier Millionen gläubige Muslime Teil der deutschen Gesellschaft sind? Über diese Fragen und was den Islam und das Chris-tentum ausmacht diskutieren wir mit unseren Gästen.

 

Prof. Harald Seubert

Prof. Dr. Harald Seubert

Professor für Philosophie und Religionswissenschaft

Seit 2012 lehrt Harald Seubert an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel (STH Basel) als Professor für Philosophie und Religionswissenschaft. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderen die philosophischen Grundfragen der Theologie. In seiner Forschung schlägt er die Brücke zwischen der Religionsphilosophie und der interkulturellen Philosophie. „Das Grundverhältnis von Glaube und Vernunft, fides et ratio, ist für die Traditionen der abendländischen Philosophie der zentrale Leitfaden“, sagt der gebürtige Nürnberger. Seine Grundthese: Beim Thema der Religion steht Philosophie selbst zur Debatte! Über dies und andere religionswissenschaftliche Aspekte spricht er mit uns beim Hilton Talk. Zum Gespräch

Simon Jacob

Simon Jacob

Unternehmer und freier Journalist

Simon Jacob kam als Kind, aufgrund religiöser und ethnischer Spannungen in der Türkei, nach Deutschland. Drei Jahre lang war er Integrationsbeauftragter der syrisch-orthodoxen Kirche in Deutschland bevor er im Jahr 2013 das Amt des Vorsitzenden des neu gegründeten „Zentralrats Orientalischer Christen in Deutschland“ übernahm. Seit 2015 ist er als Friedensbotschafter des Zentralrates und freier Journalist im Rahmen des von ihm initiierten Projektes „Peacemaker-Tour“ unterwegs. Mit seinen Reisen möchte er auf die geopolitischen Gegebenheiten in den Konfliktregionen und deren gravierenden Auswirkungen auf das Leben von Christen und anderen Minderheiten im Nahen- und Mittleren Osten aufmerksam machen. Von den Erlebnissen auf seiner jüngsten Reise berichtet er beim Hilton Talk. Zum Gespräch

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Die Ruhe vor dem Sturm: Die Hilton-Talk-Bühne im Marco Polo Saal ist bereit für die 24. Ausgabe.

 

 

 

 

 

 

 

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Martin Soerensen, General Manager des Hilton Munich City Hotel, begrüßt die Gäste.

 

 

 

 

 

 

 

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„Der Islam hat ein sehr eindrucksvolles ethisches Motiv“, Prof. Harald Seuberth von der STH Basel.

 

 

 

 

 

 

 

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Zuschauerrekord beim Hilton-Talk: Über 120 Gäste verfolgten gebannt die spannende Gesprächsrunde.

 

 

 

 

 

 

 

 

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„Erst bei meinen Reisen in den Nahen Osten habe ich gemerkt was die Freiheit in Deutschland bedeutet.“, Simon Jacob, Initiator der Peacemaker Tour.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Talkrunde um Moderator Michael Märzheuser spricht über die Weltreligionen Christentum und Islam. Dabei blickt sie auch auf die augenblickliche Lage im Nahen Osten.